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Bürgschaftsbank - einfach erklärt Glossar

Bürgschaftsbank

Auch: Bürgschaftsgemeinschaft, BBS Sachsen, BBS Sachsen-Anhalt

Was Bürgschaftsbanken sind

Bürgschaftsbanken sind selbsthilfeorientierte Förder-Institutionen der regionalen Wirtschaft. Sie übernehmen Ausfallbürgschaften für Bankkredite, wenn die Sicherheiten von Existenzgründer:innen oder KMU für die Hausbank nicht ausreichen. Es gibt sie in jedem Bundesland.

Die Bürgschaftsbank vergibt selbst keinen Kredit, sondern senkt das Risiko der Hausbank, indem sie einen Teil des Ausfalls absichert. Das macht Finanzierungen möglich, die sonst an fehlenden dinglichen Sicherheiten scheitern würden, etwa beim KfW-Startgeld, wenn die Hausbank trotz Haftungsfreistellung zusätzliche Absicherung verlangt. Für kleinere Vorhaben kann alternativ ein Mikrokredit in Frage kommen. Welcher Weg im Einzelfall trägt, lässt sich in einer Fördermittelberatung klären.

Wofür Sie eine Bürgschaft brauchen

Investitionskredite ohne ausreichende dingliche Sicherheiten
KfW-Programme (KfW-Startgeld, KfW-Universell), bei denen Hausbank zusätzliche Absicherung verlangt
Übernahmen oder Wachstumsfinanzierungen ohne Eigenkapital

Bürgschaftsumfang

Bis zu 80 Prozent des Kreditbetrags wird verbürgt
Maximalbetrag pro Bürgschaft je nach Bundesland (in Sachsen + Sachsen-Anhalt aktuell bis 1,25 Mio. Euro)
Laufzeit angepasst an den Kredit (bis zu 23 Jahre)

Kosten

Die Bürgschaft ist nicht kostenlos: Sie zahlen eine einmalige Bearbeitungsgebühr (rund 1 Prozent) und eine laufende Bürgschaftsprovision (rund 1 bis 1,5 Prozent jährlich auf den verbürgten Betrag). Trotzdem oft die einzige Möglichkeit, einen Kredit ohne private Vermögenswerte zu erhalten.

Antragsweg

Auch hier gilt das Hausbank-Prinzip: Sie beantragen die Bürgschaft über Ihre Hausbank, die den Antrag bei der zuständigen Bürgschaftsbank einreicht.

Bürgschaftsbanken in Mitteldeutschland

Sachsen Bürgschaftsbank Sachsen GmbH, Dresden
Sachsen-Anhalt Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt GmbH, Magdeburg

Häufige Fragen

Was macht eine Bürgschaftsbank?

Sie übernimmt Ausfallbürgschaften für Bankkredite, wenn die Sicherheiten von Existenzgründern oder KMU für die Hausbank nicht ausreichen. Verbürgt werden bis zu 80 Prozent des Kreditbetrags.

Wie beantrage ich eine Bürgschaft?

Über das Hausbank-Prinzip: Sie stellen den Antrag über Ihre Hausbank, die ihn bei der zuständigen Bürgschaftsbank einreicht. Eine direkte Antragstellung ist nicht vorgesehen.

Was kostet eine Bürgschaft?

Eine einmalige Bearbeitungsgebühr von rund 1 Prozent sowie eine laufende Bürgschaftsprovision von etwa 1 bis 1,5 Prozent jährlich auf den verbürgten Betrag.

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