Liquiditätsplanung erstellen: so behalten Sie den Überblick
Die häufigste Ursache für Unternehmenskrisen ist nicht fehlender Gewinn, sondern fehlende Liquidität. Wie Sie einen Liquiditätsplan aufbauen, Engpässe früh erkennen und gegensteuern.
Kurzzusammenfassung
Die meisten Insolvenzen sind keine Gewinn-, sondern Liquiditätskrisen. Eine einfache, ehrlich gepflegte Liquiditätsplanung ist deshalb das wichtigste Steuerungsinstrument - für Gründung und für laufenden Betrieb. Sie ist Teil des Finanzplans im Businessplan und für Banken oft entscheidend.
Liquidität ist nicht Gewinn
Der zentrale Denkfehler: Wer Gewinn macht, hat genug Geld. Falsch - es zählt der Zeitpunkt der Zahlung. Eine große Rechnung, die erst in 60 Tagen bezahlt wird, ist Gewinn heute, aber kein Geld auf dem Konto. Die Begriffe ordnet das Glossar: Liquiditätsplanung und Einnahmenüberschussrechnung.
So bauen Sie den Liquiditätsplan auf
Typische Fehler
Wie die Liquiditätsplanung in den Gesamtfinanzplan passt, zeigt der Ratgeber Finanzplan im Businessplan.
So gehen Sie es an
Wir bauen mit Ihnen eine Liquiditätsplanung auf, die Sie selbst pflegen können - schlank, ehrlich, entscheidungstauglich. Auf Wunsch verbinden wir sie mit Controlling und Frühwarn-Kennzahlen, damit Engpässe früh sichtbar werden. Persönlich in Leipzig und Halle oder deutschlandweit online. Sprechen Sie uns an.
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Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Liquidität und Gewinn?
Gewinn entsteht, wenn Erträge die Aufwendungen übersteigen - unabhängig davon, wann Geld fließt. Liquidität ist das tatsächlich verfügbare Geld zum Zahlungszeitpunkt. Ein profitables Unternehmen kann zahlungsunfähig werden, wenn Kunden zu spät zahlen oder Investitionen Kapital binden. Deshalb ist die Liquiditätsplanung eigenständig nötig.
Wie weit soll eine Liquiditätsplanung vorausschauen?
Mindestens zwölf Monate, rollierend gepflegt. Für die operative Steuerung lohnt zusätzlich eine Wochensicht über die nächsten acht bis dreizehn Wochen, gerade in angespannten Phasen.
Welche Posten gehören in den Liquiditätsplan?
Einzahlungen: Kundenzahlungen, Anzahlungen, Zuschüsse, Kreditauszahlungen. Auszahlungen: Wareneinkauf, Personal, Miete, Versicherungen, Umsatzsteuer und sonstige Steuern, Tilgung und Zinsen, Investitionen sowie Privatentnahmen. Maßgeblich ist immer der Zahlungszeitpunkt.
Was tun bei einem absehbaren Engpass?
Frühzeitig handeln: Forderungen schneller einziehen, Zahlungsziele verhandeln, Lager abbauen, Investitionen strecken, Kontokorrent oder Förderdarlehen prüfen. Je früher der Plan den Engpass zeigt, desto mehr Hebel haben Sie.
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